Die Kitzbüheler Streif im Sommer

Die Kitzbüheler Streif im Winter kennen vermutlich Millionen von Leuten alleine durch das Hahnenkammrennen.

Aber wie sieht die härteste Abfahrt der Welt im Sommer aus?

Seit einigen Jahren bietet die Bergbahn Kitzbühel AG im Sommer eine Streifwanderung an.

Die beginnt im Starthaus – von da weg sind es 3.312 m bis ins Ziel.

Der Startschuss:

 

Der Startschuss ist schon die erste Herausforderung: Die 160m bis zur Mausefalle werden in nur 8,5 Sekunden zurückgelegt. 0 – 85 km/h

 

Die Mausefalle:

Nach 8,5 Sekunden wartet auf die Rennläufer schon mit 85% Gefälle die steilste Stelle. Die Rennfahrer rasen blind auf diese Stelle zu. Weitester Sprung 80m – Geschwindigkeit 110 – 120 km/h.

Danach kommt die Kompression mit Fliehkräften bis zu 3.1 G. Der kleinste Fehler kann zu den schlimmsten Stürzen führen, was einige Rennfahrer schon am eigenen Leib erfahren mussten.

Steilhang:

Nach ca. 22 Fahrsekunden erreichen die Läufer die eisigste Stelle – den Steilhang.

Den Hang mit 61% Neigung und einer Geschwindigkeit von 90 – 100 km/h zu bewältigen erfordert enormes fahrerisches Können.

 

Steilhangausfahrt – Brückenschuss:

Nur wer die Steilhangausfahrt optimal erwischt hat genügend Schwung für die schmalste Stelle, den Brückenschuss und das darauffolgende Gleitstück „die Gschöss“.

 

Gschöss (nach knapp 40 Sekunden Fahrzeit):

Mit nur 14% Neigung ist es die flachste Stelle. Hier zeigt sich wer ein guter Gleiter ist und perfektes Material hat. Länge 650m – Geschwindigkeit weniger als 90 km/h.

 

Alte Schneise:

Nach etwa 49 Fahrsekunden erreichen die Läufer die Alte Schneise. Als unruhigster Streckenteil stellt sie die Sportler vor die Herausforderung rascher Gelände- und Lichtwechsel. Neigung 45% – Geschwindigkeiten über 120 Km/h.

 

Seidlalmsprung (ca. 1 min Fahrzeit):

Beim Seidlalmsprung mit der darunter liegenden Seidlalm haben die Läufer die Hälfte der Strecke geschafft. (1.600 von 3.200m).

Auf der Seidlalm wurde 1966 die Idee des Skiweltcups geboren.

Die Seidlalmkurve ist ein schwiriges S mit einer starken Drehung.

 

Lärchenschuss (1:15 Minuten Fahrzeit):

Der Lärchenschuss ist das zweite Gleitstück mit 39% Neigung und Geschwindigkeiten um die 100 Km/h.

 

Oberhausberg:

Hier erwartet die Läufer kurze Torabstände und starke Drehungen.

 

Hausbergkante (1:37 min Fahrzeit):

Die Hausbergkante ist die atemberaubenste Stelle mit höchsten Anforderungen an Mensch und Material. (69% Neigung – ca. 100 Km/h)

In der Hausbergkompression erwartet die Athleten Fliehkräfte bis zu 3.5 G und das nach 1 1/2 Minuten Fahrzeit bei der die Oberschenkel schon ziehmlich brennen.

 

Die Traverse – Einfahrt Zielschuss:

Die Traverse und die Einfahrt in den Zielschuss verlangt den Läufern noch einmal alles ab. Die Traverse hängt und ist sehr unruhig.

 

Zielschuss (ca. 1.59 min Laufzeit):

Der Zielsschuss ist mit 140 Km/h die schnellste Passage. In der Kompression noch einmal so richtig zusammen gedrückt, welche einen hohen Anspruch an den Fahrer stellen.

Über den Zielsprung geht es dann mit bis zu 140 Km/h bevor die Athleten im Ziel abschwingen.

 

Wer die Streif im Sommer erwandern will, der kann entweder eine geführte Wanderung der Bergbahn Kitzbühel mitmachen oder erkundet die Strecke auf eigene Faust. Die wichtigsten Stellen sind mit Toren markiert und teilweise geben Videowalls weitere Informationen.

Quelle: Kitbühel Tourismus, KSC/HKR, Bergbahn Kitzbühel

Fotos: Pecherstorfer, KSC/HKR

 

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